Einmaleins-Tricks: Merkhilfen für die 7er-, 8er- und 9er-Reihe
Fast jedes Kind kommt an einen Punkt, an dem die 7er-, 8er- und 9er-Reihe hakt. Das ist normal – diese Reihen haben die wenigsten «Anker». Hier sind die Tricks, die in der Förderung wirklich funktionieren, und die ehrliche Einordnung, wann sie helfen und wann nicht.
Wichtig: Ein Trick ist eine Abkürzung, keine Grundlage. Er hilft, wenn das Kind versteht, was Multiplizieren bedeutet. Fehlt dieses Verständnis, wird der Trick zur nächsten Sache, die man auswendig können muss. Mehr zum Fundament in Einmaleins automatisieren.
Die 9er-Reihe: der Finger-Trick
Beide Hände flach hinlegen, Finger von links durchnummerieren. Für 9·4 den vierten Finger einklappen: links davon liegen 3 Finger (Zehner), rechts 6 (Einer) – 36. Funktioniert für 9·1 bis 9·10 und begeistert die meisten Kinder sofort.
Zweiter 9er-Trick: Das Ergebnis von 9·n ist immer «eine Zehnerzahl weniger als n·10». 9·6 = 60 − 6 = 54. Die Quersumme ist zudem immer 9 (5+4) – gut zum Kontrollieren.
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Die 8er-Reihe: über die 4er verdoppeln
8 ist das Doppelte von 4. Wer die 4er-Reihe kann, verdoppelt einfach: 4·7 = 28, also 8·7 = 56. Das entlastet, weil man keine neue Reihe lernen muss – man leitet ab. Verdoppeln ist überhaupt eine Schlüssel-Strategie, siehe Verdoppeln und Halbieren.
Die 7er-Reihe: zerlegen in bekannte Teile
Die 7er ist die unbeliebteste Reihe, weil sie am wenigsten Muster hat. Trick: 7 = 5 + 2. Für 7·6 rechnet man 5·6 (30) plus 2·6 (12) = 42. Die 5er- und 2er-Reihe können fast alle Kinder – so wird die 7er ableitbar.
7·8 ist gleich 8·7. Wer das ausnutzt, muss nur die halbe Tabelle lernen. Kinder unterschätzen das oft – zeig ihnen, dass sie schon mehr können, als sie denken.
Warum Tricks allein nicht reichen
Ein Trick bringt die richtige Antwort – aber sicheres Rechnen heisst, das Ergebnis am Ende direkt abzurufen, ohne Umweg. Tricks sind die Brücke dorthin: Sie überbrücken die Zeit, bis die Aufgabe ins Langzeitgedächtnis gewandert ist. Diese Automatisierung entsteht nur durch kurze, regelmässige Wiederholung – siehe Kopfrechnen üben.
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| Reihe | Bester Trick |
|---|---|
| 9er | Finger-Trick oder n·10 minus n |
| 8er | 4er-Reihe verdoppeln |
| 7er | Zerlegen in 5er + 2er |
| 6er | 3er-Reihe verdoppeln |
| Alle | Tausch-Trick (a·b = b·a) |
Was ist der beste Trick für die 9er-Reihe?
Der Finger-Trick: Finger durchnummerieren, den zur Aufgabe passenden einklappen, links stehen die Zehner, rechts die Einer. Alternativ: 9·n ist n·10 minus n. Beide führen schnell zum Ergebnis.
Wie lernt mein Kind die schweren Reihen (7, 8)?
Über Ableitung statt Auswendiglernen: die 8er über die verdoppelte 4er-Reihe, die 7er durch Zerlegen in 5er plus 2er. So muss das Kind keine neue Reihe pauken, sondern nutzt, was es schon kann.
Sind Einmaleins-Tricks sinnvoll oder verwirren sie?
Sinnvoll, solange das Kind versteht, was Multiplizieren bedeutet. Der Trick ist eine Brücke zur Automatisierung, kein Ersatz fürs Verständnis. Zu viele Tricks auf einmal überfordern – lieber einen pro Reihe.
Wann kann ein Kind das Einmaleins wirklich?
Wenn es die Aufgaben ohne Trick und ohne Nachdenken direkt abruft. Bis dahin sind Tricks die Überbrückung. Sicheres Abrufen entsteht durch kurze tägliche Wiederholung über einige Wochen.



