Lukas Lutz.
Ich bin Lukas. Ich arbeite seit Jahren mit Kindern in der schulischen Heilpädagogik – Förderschule, Regelklasse, Einzelförderung. Aus dieser Arbeit ist Lernland entstanden.


Wie aus Klassenstunden eine App wurde.
Ich sitze in einer kleinen Förderschulklasse. Drei Kinder, drei Mathe-Niveaus, eine Lehrperson. Das eine Kind soll Würfelbilder bis 10 erkennen. Das andere übt Plus im Zehnerübergang. Das dritte sollte am Einmaleins arbeiten, hängt aber, weil die Mengenvorstellung im 20er-Raum nicht sitzt.
Das ist Alltag, nicht Ausnahme. Niemand kann sich in einer normalen Stunde gleichzeitig um drei verschiedene Niveaus kümmern. Man wählt aus. Und meistens verliert genau das Kind, das die individuelle Begleitung am dringendsten bräuchte.
Ich habe verschiedene Mathe-Apps getestet. Anton, Appolino, Schlaumäuse. Alle haben einzelne Stärken. Aber keine erfüllt drei Bedingungen gleichzeitig: heilpädagogisch fundiert, im Tempo des Kindes, visuell so klar, dass auch ein Kind ohne Deutsch versteht, worum es geht.
Also habe ich Lernland gebaut. Mein gesamtes heilpädagogisches Wissen in Mathematik, in eine App digitalisiert. Aufgebaut auf Lehrplan 21, konsequent nach didaktischen Standards.
Jedes Kind soll Erfolgserlebnisse in Mathe haben. Heilpädagogisch perfekt begleitet. Ob mit Förderbedarf, hochbegabt oder mit wenig Deutschkenntnissen.
Worauf Lernland aufbaut.
Lernland ist keine Marketing-Idee, sondern die digitale Umsetzung etablierter heilpädagogischer Konzepte. Hier die wichtigsten Fundamente.
EIS-Prinzip nach Bruner
Jeder mathematische Inhalt durchläuft drei Stufen: enaktiv (Material), ikonisch (Bild), symbolisch (Ziffer). Lernland respektiert diese Reihenfolge.
Teil-Ganzes-Konzept (Schipper)
Aufgaben werden zuerst handelnd erlebt, dann beschrieben, dann aufgeschrieben. Wilhelm Schippers Modell ist Grundlage der heilpädagogischen Förderung.
Vom zählenden zum denkenden Rechnen (Gaidoschik)
Kinder, die in der 2. Klasse noch zählend rechnen, brauchen Strategien, keine zusätzlichen Aufgaben. Michael Gaidoschiks Ansatz prägt den Lernland-Aufbau.
Pränumerischer Aufbau (Krajewski)
Vor Zahlen kommen Vorläuferfähigkeiten: Mengenkonstanz, Eins-zu-Eins-Zuordnung, Klassifikation. Lernland setzt im Kindergarten an.
Strukturierte Mengenerfassung
Würfelbilder, 5er- und 10er-Felder, 20er-Feld – Mengen werden nicht gezählt, sondern als Strukturen erfasst. Grundlage für sicheres Kopfrechnen.
Diagnostik nach Kaufmann/Wessolowski
Förderdiagnostik beginnt mit dem Verstehen der Lücke – nicht mit dem Aufgabenstapel. Lernland erkennt automatisch, wo eine Voraussetzung fehlt.
Was ich schreibe.
Im Blog teile ich Beobachtungen aus meiner Förderpraxis, fachliche Hintergründe zur Mathe-Didaktik und Einblicke in die Entwicklung von Lernland.
Warum ich Lernland gebaut habe
Wie eine Klassenstunde mit drei Kindern auf drei Niveaus zur Idee für eine ganze App wurde.
Was ich bei Kindern mit Dyskalkulie wirklich beobachte
Sieben Verhaltensweisen, die mir als Heilpädagoge auffallen, lange bevor jemand das Wort Dyskalkulie ausspricht. Mit Beobachtungshilfe für zu Hause und Schule.
Mathe-App nach Lehrplan 21: Worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt
«Lehrplan-21-konform» steht auf vielen Apps. Aber kaum eine erfüllt die Kompetenzen wirklich. Hier ist die Prüf-Checkliste eines Schweizer Heilpädagogen.
Zehnerübergang: Warum so viele Kinder hängen bleiben (und was wirklich hilft)
Der Zehnerübergang scheitert selten an mangelnder Übung. Er scheitert an zwei fehlenden Voraussetzungen. Hier ist, wie ich ihn als Heilpädagoge erarbeite.
Schreib mir.
Ob du Eltern, Lehrperson oder Schulleitung bist – wenn du Fragen zu Lernland oder zur Mathe-Förderung hast: Ich lese jede Mail selbst.
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