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Lernland in der Schule einführen: Leitfaden für Schulleitungen und Lehrpersonen

9 Min LesezeitSchule

Eine Mathe-App in einer Schule einzuführen ist mehr als ein App-Store-Download. Es ist ein kleines Change-Projekt mit IT, Datenschutz, Pädagogik und Elterninformation. Hier ein praxiserprobter Leitfaden in vier Phasen.

Phase 1: Pilot in einer Klasse (4–6 Wochen)

Bevor eine ganze Schule umgestellt wird, lohnt sich ein Pilot in einer einzigen Klasse. Ziel: Erfahrungen sammeln, Stolpersteine identifizieren, Akzeptanz testen.

Was die Pilot-Lehrperson braucht

  • Eine konkrete Frage. Z. B.: «Funktioniert die App für unsere drei Niveaus in einer Klasse?»
  • Mindestens 6 Wochen Zeit. Weniger reicht nicht, um Effekte zu beobachten.
  • Klare Erfolgskriterien. Wann sagen wir «funktioniert»? Wann «funktioniert nicht»?
  • Direkten Kontakt zum Anbieter. Bei Lernland: ein konkretes Ansprechpaar (Lukas direkt).
  • Geräte-Zugang. Schul-iPads oder BYOD-Setup geklärt.

Was die Pilot-Klasse macht

Zwei bis drei kurze Lernland-Sessions pro Woche, je 15–20 Minuten. Eingebettet in normalen Mathe-Unterricht. Die App ersetzt nicht den Unterricht, sondern ergänzt ihn – vor allem bei Differenzierung und Förderbedarf.

Phase 2: Datenschutz und IT (parallel zum Pilot)

Während die Klasse pilotiert, klärt die Schule die rechtlichen und technischen Voraussetzungen:

  1. Datenschutzerklärung lesen. Lernland erfüllt revDSG, EU-Server. Mehr in Datenschutz bei Lernapps in der Schweiz.
  2. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) abschliessen. Pflicht bei Verarbeitung personenbezogener Daten.
  3. MDM-Konfiguration prüfen. Wie wird die App auf die Schul-iPads ausgerollt? Apple School Manager, Jamf, Mosyle – alles möglich.
  4. Login-Strategie festlegen. Lernland unterstützt Login-Karten ohne E-Mail – ideal für geteilte Geräte.
  5. Offline-Tauglichkeit testen. Lernland funktioniert vollständig offline – wichtig für WLAN-schwache Klassen und Lehrgänge.

Phase 3: Elterninformation (Woche 4–6)

Vor dem Roll-out auf weitere Klassen: Eltern informieren. Was Eltern wissen wollen:

ElternfrageAntwort
«Was kostet das?»Für Schulen gibt es eine Lizenz. Für Eltern privat ist die Basis kostenlos im App Store.
«Was passiert mit den Daten?»Server in der EU, werbe- und trackingfrei, DSG/revDSG-konform.
«Mehr Bildschirmzeit?»15–20 Minuten in einer didaktisch durchdachten App ersetzen klassische Hausaufgaben-Zeit, nicht zusätzlich.
«Was, wenn mein Kind kein iPad hat?»Die App läuft auf iPad und iPhone, in der Schule auf Schul-Geräten. Zu Hause optional.
«Wie sehe ich, was mein Kind macht?»Im geplanten Eltern-Cockpit (in Entwicklung) wird das transparent.

Phase 4: Schulweite Einführung

Nach erfolgreichem Pilot kann auf weitere Klassen ausgerollt werden. Empfehlung: in Etappen, nicht alle Klassen gleichzeitig.

Schritt 1: Lehrerteam-Einführung

Eine 90-Minuten-Schulung des Lehrerteams. Themen: Wie funktioniert Lernland didaktisch? Wo ergänzt es den Unterricht? Wie liest man die Lernstandsanalysen? Bei Lernland bekommen Schulen eine persönliche Einführung von Lukas Lutz, dem Entwickler.

Schritt 2: Geräte ausrollen

App via MDM auf alle Geräte. Login-Karten pro Klasse vorbereiten. Erste Klassen-Sessions begleitet.

Schritt 3: Begleitung im ersten Quartal

Regelmässige Sprechstunden für Lehrpersonen. Was funktioniert? Wo hakt's? Direkter Draht zum Anbieter ist hier Gold wert.

Wie Lernland im Klassenalltag eingesetzt wird

  • Differenzierung. Drei Kinder, drei Niveaus, drei Lernland-Sessions – Lehrperson begleitet.
  • IF- und SHP-Unterricht. Lernland als Hauptwerkzeug der Förderpädagogik.
  • Vertretungslehrkraft. Klasse arbeitet selbständig mit Lernland, während Vertretung organisiert.
  • Hausaufgaben. 10–15 Minuten Lernland statt klassischer Aufgabenblätter.
  • Diagnostik. Lernstandsanalyse zur Vorbereitung von Elterngesprächen.

Was eine Schule für Lernland investiert

InvestitionUmfang
Zeit für Pilot4–6 Wochen, 1 Klasse
Datenschutz/IT-Prüfung1–2 Sitzungen, ca. 4 Stunden
Lehrerteam-Schulung90 Minuten
Schullizenz LernlandDirekt anfragen, je nach Schulgrösse
MDM-Roll-out1 Tag IT-Arbeit

Häufig gestellte Fragen

Wie führt unsere Schule Lernland ein?

Vierphasig: Pilot in einer Klasse (4–6 Wochen), parallel Datenschutz und IT klären, Elterninformation, dann schulweite Einführung mit Lehrerteam-Schulung. Lernland begleitet jede Phase persönlich.

Welche IT-Voraussetzungen braucht Lernland?

Apple iPads oder iPhones, idealerweise per MDM verwaltet (Apple School Manager, Jamf, Mosyle). Lernland läuft auch ohne WLAN, was es für geteilte Schul-iPads ideal macht.

Wie ist Lernland mit dem Datenschutzgesetz konform?

Server in der EU, werbefrei, trackingfrei, mit Login-Karten ohne E-Mail-Pflicht für Kinder. Lernland erfüllt das revidierte schweizerische Datenschutzgesetz (revDSG) und schliesst mit Schulen einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab.

Was kostet Lernland für Schulen?

Schullizenzen werden individuell je nach Schulgrösse vereinbart. Direktkontakt mit Lukas Lutz für ein Angebot. Pilotklassen sind in der Regel kostenlos oder zu reduzierten Konditionen möglich.

Wie reagiert das Kollegium auf eine neue Mathe-App?

In der Erfahrung bisheriger Pilotschulen: anfangs skeptisch, nach 4 Wochen überwiegend positiv. Wichtig ist die persönliche Schulung und der direkte Draht zum Entwickler. Lernland ersetzt keine Lehrperson, sondern entlastet sie bei der Differenzierung.

Verfügbar im App Store

Lernland kostenlos laden.

Mathe-App nach Lehrplan 21. Heilpädagogisch fundiert. Universal für iPad und iPhone.

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