MA.3.C.1

Daten erheben, darstellen und auswerten

MA.3 · Grössen, Funktionen, Daten und ZufallAspekt C: Mathematisieren und Darstellen

Kinder lernen mit echten Daten zu arbeiten. Vom Sortieren von Steinen nach Farbe bis zur Auswertung mehrstufiger Zufallsexperimente mit Baumdiagrammen. Diese Kompetenz ist die Grundlage für statistisches Denken — die Sprache der modernen Gesellschaft.

Eigene didaktische Aufbereitung. Diese Seite ist keine Wiedergabe des Lehrplans 21. Die Inhalte sind eigene Formulierungen von Lukas Lutz (Schulischer Heilpädagoge, St. Gallen). Verbindlich ist der Originaltext der D-EDK auf zh.lehrplan.ch — der Code MA.3.C.1 dient als neutrale Referenz.

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Zyklus 1

Zyklus 1 (Kindergarten, 1.–2. Klasse)

MA.3.C.1.A

Sammeln und ordnen

Worum es geht

Kinder sammeln und ordnen. Etwa Steine nach Farbe ordnen und zählen.

Mögliche Lernziele
  • Gegenstände nach einem Merkmal ordnen
  • Eine Sammlung zählen
  • Gruppen vergleichen
  • Ein Sortierkriterium wählen
  • Eine erste Statistik bilden
Typische Hürde

Mehrere Sortierkriterien gleichzeitig anwenden ist schwierig. Erst nach einem ordnen, dann nach dem nächsten.

Unterrichtsideen
  • Stein-Sammlung: Auf einem Spaziergang sammeln.
  • Sortier-Werkstatt: Verschiedene Kriterien testen.
  • Knöpfe-Sortierung: Nach Farbe, Form, Grösse.
  • Eigene Sammlung: Pro Kind ein eigener Forschungsbereich.
  • Vergleichs-Plenum: Wer hat mehr von welcher Sorte?
MA.3.C.1.B

Häufigkeiten mit Strichlisten

Worum es geht

Kinder erheben Häufigkeiten, Längen und Preise und protokollieren mit Strichlisten — etwa beim Würfeln Augenzahlen. Sie stellen Anzahlen mit Karos dar.

Mögliche Lernziele
  • Eine Strichliste anlegen
  • Würfelergebnisse protokollieren
  • Anzahlen als Karo-Diagramm
  • Daten auswerten
  • Häufigkeiten vergleichen
Typische Hürde

Strichlisten sicher führen (jeden 5. Strich diagonal) muss geübt werden, sonst werden grosse Mengen unübersichtlich.

Unterrichtsideen
  • Würfel-Statistik: 50 Würfe protokollieren.
  • Klassen-Häufigkeiten: Lieblings-Frucht aller Kinder.
  • Karo-Diagramm: Pro Datum ein Karo.
  • Strichlisten-Übung: Mit grosser Datenmenge.
  • Pausen-Forschung: Was wird in der Pause gespielt?
MA.3.C.1.C

Längen und Preise grafisch darstellen

Worum es geht

Kinder stellen Längen und Preise grafisch dar — etwa 1 Franken oder 1 cm mit je einem Karo.

Mögliche Lernziele
  • Eine Grösse als Karo-Diagramm
  • Mit Massstab arbeiten
  • Verschiedene Daten gleich darstellen
  • Diagramme beschriften
  • Lesbarkeit beachten
Typische Hürde

Die Skalierung muss zu den Daten passen. Erst die Daten anschauen, dann den Massstab wählen.

Unterrichtsideen
  • Preis-Karos: Mit Karopapier Preise zeichnen.
  • Längen-Vergleich: Verschiedene Stäbe als Karos.
  • Selbst-Diagramm: Pro Kind ein eigenes Diagramm.
  • Beschriftungs-Werkstatt: Wer hat das klarste Diagramm?
  • Skalierungs-Übung: Verschiedene Karo-Werte ausprobieren.
Zyklus 2

Zyklus 2 (3.–6. Klasse)

MA.3.C.1.D

Daten in Tabellen und Diagrammen

Worum es geht

Kinder stellen Daten zu Längen, Inhalten, Gewichten, Zeitdauern, Anzahlen und Preisen in Tabellen und Diagrammen dar — etwa zu Haustieren. Sie führen Zufallsexperimente durch.

Mögliche Lernziele
  • Daten in eine Tabelle eintragen
  • Säulendiagramm erstellen
  • Zufallsexperiment durchführen
  • Ergebnisse interpretieren
  • Verschiedene Darstellungen wählen
Typische Hürde

Welcher Diagrammtyp passt? Säulen für Vergleich, Linien für Verlauf, Kreis für Anteil.

Unterrichtsideen
  • Haustier-Statistik: Klassen-Daten als Säulen.
  • Zwei-Würfel-Experiment: 50 Würfe, Summen.
  • Diagramm-Galerie: Pro Datenset 3 Darstellungen.
  • Tabellen-Werkstatt: Daten strukturiert eintragen.
  • Interpretations-Plenum: Was sagt das Diagramm?
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  • Diagramm-Aufgaben
MA.3.C.1.E

Daten statistisch erfassen

Worum es geht

Kinder erfassen, ordnen, stellen Daten dar und interpretieren — etwa Schulwege (Distanz, Transportmittel, Zeitdauer).

Mögliche Lernziele
  • Eine Datenerhebung planen
  • Daten konsequent erfassen
  • Verschiedene Variablen verbinden
  • Auswertung kommunizieren
  • Den richtigen Diagrammtyp wählen
Typische Hürde

Mehrere Variablen gleichzeitig (Distanz + Verkehrsmittel + Zeit) sind anspruchsvoll. Erst einzeln, dann kombiniert.

Unterrichtsideen
  • Schulweg-Forschung: Klassen-Befragung.
  • Multi-Variablen-Tabelle: 3 Spalten pro Kind.
  • Auswertungs-Werkstatt: Wer hat den weitesten Weg?
  • Visualisierungs-Wettkampf: Beste Darstellung.
  • Schul-Statistik: Daten für die Schulleitung.
MA.3.C.1.F

Mittelwert, Maximum, Minimum

Worum es geht

Kinder werten Datensätze nach Kriterien aus und bestimmen Mittelwert, Maximum und Minimum.

Mögliche Lernziele
  • Mittelwert berechnen
  • Maximum und Minimum bestimmen
  • Spannweite verstehen
  • Daten ordnen
  • Aussagen über Datensätze formulieren
Typische Hürde

Mittelwert wird mit Median verwechselt. Bewusst trennen: Mittelwert = Durchschnitt, Median = mittlerer Wert nach Ordnung.

Unterrichtsideen
  • Notenmittel-Aufgabe: Durchschnitt berechnen.
  • Körpergrösse-Statistik: Mittelwert, Maximum, Minimum.
  • Daten-Detektive: Datensätze analysieren.
  • Spannweite-Übung: Differenz zwischen Max und Min.
  • Statistik-Plenum: Was sagt jedes Kennwert?
In Lernland enthalten
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  • Mittelwert-Aufgaben
MA.3.C.1.G

Daten mit dem Computer darstellen

Worum es geht

Kinder stellen Daten mit dem Computer in Diagrammen dar und interpretieren sie. Sie vergleichen Wahrscheinlichkeiten einzelner Ereignisse.

Mögliche Lernziele
  • Tabellenkalkulation für Diagramme nutzen
  • Verschiedene Diagramm-Typen erstellen
  • Wahrscheinlichkeiten vergleichen
  • Computer-gestützt auswerten
  • Daten kritisch interpretieren
Typische Hürde

Tabellenkalkulation hat viele Funktionen. Mit kleinen Aufgaben einsteigen und schrittweise erweitern.

Unterrichtsideen
  • Excel-Werkstatt: Erstes Säulendiagramm.
  • Klassen-Statistik digital: Mit Tabellenkalkulation.
  • Diagramm-Vergleich: Welcher Typ ist hier am besten?
  • Wahrscheinlichkeits-Tabelle: Würfelergebnisse vergleichen.
  • Kritische Auswertung: Was zeigt das Diagramm wirklich?
Zyklus 3

Zyklus 3 (Sek I, 7.–9. Klasse)

MA.3.C.1.H

Mehrstufige Zufallsexperimente

Worum es geht

Jugendliche führen mehrstufige Zufallsexperimente mit Würfeln, Münzen oder Karten durch und stellen mögliche Ereignisse dar — etwa ein Baumdiagramm zum dreimaligen Werfen einer Münze.

Mögliche Lernziele
  • Baumdiagramm zeichnen
  • Mehrstufige Ereignisse strukturieren
  • Pfade auf dem Baum berechnen
  • Wahrscheinlichkeiten kombinieren
  • Möglichkeiten systematisch erfassen
Typische Hürde

Baumdiagramme wachsen schnell. Bei 4 Würfen sind es schon 16 Pfade. Klare Strukturierung ist wichtig.

Unterrichtsideen
  • Münzwurf-Baum: 3x Münze als Baum.
  • Karten-Experiment: Aus Kartenspiel ziehen.
  • Baum-Werkstatt: Pro Experiment einen Baum.
  • Pfad-Wahrscheinlichkeit: Pro Pfad multiplizieren.
  • Vergleichs-Aufgabe: Wahrscheinlichkeiten verschiedener Pfade.

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Quelle und rechtlicher Hinweis

Inhalte auf dieser Seite zur Kompetenz MA.3.C.1 sind eine eigenständige didaktische Aufbereitung von Lukas Lutz (Schulischer Heilpädagoge, St. Gallen). Sie sind kein Originalwortlaut des Lehrplans 21. Der verbindliche Originaltext liegt bei der D-EDK und bei der Bildungsdirektion des jeweiligen Kantons.

© Lehrplan 21, D-EDK / Bildungsdirektion Kanton Zürich. Die Kompetenz-Codes wie MA.3.C.1 sind neutrale Identifikatoren und werden als Referenz verwendet.

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