MA.3.A.1

Grössen-Begriffe und Einheiten verstehen

MA.3 · Grössen, Funktionen, Daten und ZufallAspekt A: Operieren und Benennen

Kinder lernen das Vokabular der Grössen — vom einfachen «lang/kurz» bis zu Wahrscheinlichkeit, Mittelwert und Geschwindigkeit. Diese Kompetenz verbindet Mathematik mit Schweizer Alltag: Franken und Rappen, Meter und Kilometer, Stunden und Minuten.

Eigene didaktische Aufbereitung. Diese Seite ist keine Wiedergabe des Lehrplans 21. Die Inhalte sind eigene Formulierungen von Lukas Lutz (Schulischer Heilpädagoge, St. Gallen). Verbindlich ist der Originaltext der D-EDK auf zh.lehrplan.ch — der Code MA.3.A.1 dient als neutrale Referenz.

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Zyklus 1

Zyklus 1 (Kindergarten, 1.–2. Klasse)

MA.3.A.1.A

Einfache Vergleichswörter

Worum es geht

Kinder beschreiben Gegenstände und Situationen mit Vergleichswörtern. Sie unterscheiden zwischen «lang» und «kurz», zwischen «schnell» und «langsam», zwischen «schwer» und «leicht» — sowohl räumlich als auch zeitlich.

Mögliche Lernziele
  • Vergleichswörter sicher anwenden
  • Lang und kurz zeitlich und räumlich unterscheiden
  • Gegensatzpaare benennen
  • Mit Steigerungen arbeiten
  • Eigene Vergleiche formulieren
Typische Hürde

Lang/kurz wird zeitlich und räumlich genutzt — der Kontext klärt die Bedeutung. Diese Doppelnutzung muss erfahren werden.

Unterrichtsideen
  • Gegensatz-Memory: Karten mit Gegensätzen paaren.
  • Vergleichs-Tag: Den ganzen Tag in Vergleichen sprechen.
  • Mein-Tag-lang-oder-kurz: Zeitliches Vergleichen üben.
  • Klassen-Ranking: Schuhe nach Länge ordnen.
  • Wort-Wand: Plakat mit allen Vergleichswörtern.
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  • Vergleichsaufgaben mit Visualisierung
MA.3.A.1.B

Geld bis 20 Franken

Worum es geht

Kinder lernen Schweizer Münzen und Noten im kleinen Bereich kennen und nutzen Steigerungswörter für Preise, Längen, Zeitdauern und Gewichte. Eine Sache ist «schwer», die nächste ist «schwerer», eine dritte «am schwersten».

Mögliche Lernziele
  • Münzen und Noten bis 20 Franken kennen
  • Den 5-Räppler erkennen
  • Preise als Grössen verstehen
  • Steigerungsformen anwenden (B ist schwerer als A)
  • Mit Sackgeld umgehen
Typische Hürde

Der 5-Räppler ist eine Schweizer Besonderheit. Wer mit Euro-Apps gelernt hat, ist verwirrt. Echtes Schweizer Geld nutzen.

Unterrichtsideen
  • Kasse-Spiel: Mit echtem Geld einen Verkauf simulieren.
  • Sackgeld-Aufgabe: Wie viel kann ich mir leisten?
  • Münzen-Sortieren: Alle Schweizer Münzen kennen.
  • Preis-Vergleich: Welches Schoggi-Stengel ist günstiger?
  • Wechseln-Übung: 5 Franken in Münzen geben.
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  • Schweizer Münzen und Noten inkl. 5-Räppler
  • Bezahl-Aufgaben bis 20 Franken
MA.3.A.1.C

Meter, Zentimeter, Stunden, Franken, Rappen

Worum es geht

Kinder kennen die Begriffe Länge, Meter, Zentimeter, Zeit, Stunden, Minuten, Franken, Rappen, Preis und orientieren sich an Referenzgrössen: 1 cm, 1 m.

Mögliche Lernziele
  • Meter und Zentimeter sicher unterscheiden
  • Sich an 1 cm und 1 m orientieren
  • Stunden und Minuten verstehen
  • Abkürzungen Fr., Rp., cm, m verwenden
  • Mit Masseinheiten in Sätzen sprechen
Typische Hürde

Zentimeter und Meter sind sehr unterschiedlich gross. Mit echten Beispielen (Bleistift = ca. 15 cm; Tür = ca. 2 m) wird das Verhältnis erlebbar.

Unterrichtsideen
  • Mess-Tag: Verschiedene Objekte mit Meter und cm messen.
  • Referenz-Sammlung: Pro Einheit einen Repräsentanten suchen.
  • Abkürzungs-Quiz: Lehrperson sagt Wort, Kind nennt Abkürzung.
  • Uhrzeit-Spiel: Uhrzeit ablesen und erklären.
  • Frankenrechnen: Mit echten Münzen Beträge bilden.
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  • Längen- und Zeitaufgaben
  • Schweizer Geld-Einheiten
MA.3.A.1.D

Beträge bis 100 Franken legen

Worum es geht

Kinder legen mit Münzen und Noten Beträge bis 100 Franken.

Mögliche Lernziele
  • Beträge bis 100 Franken mit Münzen und Noten bilden
  • Verschiedene Zusammenstellungen finden
  • Geld wechseln
  • Beim Bezahlen rechnen
  • Sackgeld-Pläne machen
Typische Hürde

100 Franken ist viel. Mit echtem (oder Spiel-)Geld erleben Kinder die Grösse besser.

Unterrichtsideen
  • Sackgeld-Plan: Was kostet was im Laden?
  • Wechsel-Werkstatt: 100 Franken auf möglichst viele Arten zusammenstellen.
  • Kassen-Aufgabe: Bezahlen und Rückgeld bekommen.
  • Schul-Markt: Klassen-Markt mit Spielgeld.
  • Lieblings-Spielzeug: Wie kann ich es sparen?
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  • Geld-Aufgaben bis 100 Franken
Zyklus 2

Zyklus 2 (3.–6. Klasse)

MA.3.A.1.E

Gewicht, Inhalt, Sekunde, Referenzen

Worum es geht

Kinder verstehen die Begriffe Gewicht, Inhalt, Zeitpunkt, Zeitdauer und Sekunde. Sie bauen sich Referenzgrössen auf: das Gewicht einer Mehlpackung als Anker für ein Kilogramm, ein kleines Saftpäckli als Anker für zwei Deziliter.

Mögliche Lernziele
  • Gewicht, Inhalt, Zeit unterscheiden
  • Referenzen für jede Einheit kennen
  • Mit km, dm, mm, kg, g, l, dl arbeiten
  • Sekunden und Minuten in Beziehung setzen
  • Im Alltag Grössen erkennen
Typische Hürde

Sehr kleine (mm) und sehr grosse (km) Einheiten brauchen echte Referenzen. Sammelplakate mit «das wiegt 1 kg»-Beispielen helfen.

Unterrichtsideen
  • Referenz-Plakat: Pro Einheit ein Beispiel.
  • Schätz-Wettkampf: Gewicht eines Gegenstandes raten.
  • Mess-Stafette: Verschiedene Einheiten messen.
  • Im-Supermarkt: Etiketten lesen, Einheiten finden.
  • Sekunden-Spiel: Was kannst du in 10 Sekunden tun?
MA.3.A.1.G

Wahrscheinlichkeit erste Begriffe

Worum es geht

Kinder verstehen die Begriffe wahrscheinlich, unwahrscheinlich, möglich, unmöglich und sicher.

Mögliche Lernziele
  • Ereignisse als sicher, möglich, unmöglich einordnen
  • Wahrscheinlichkeit in Worten beschreiben
  • Mit Würfeln experimentieren
  • Vorhersagen über Würfelwurf machen
  • Eigene Beispiele für jeden Fall finden
Typische Hürde

Wahrscheinlichkeit fühlt sich anders an als sichere Mathematik. Manche Kinder akzeptieren keine «vielleicht»-Antwort.

Unterrichtsideen
  • Würfel-Werkstatt: Vorhersagen vor jedem Wurf.
  • Sicher-möglich-unmöglich-Sortieren: Ereignisse auf 3 Stapel.
  • Wettervorhersage: Wahrscheinlichkeiten im Alltag.
  • Lostrommel: Mit verschiedenen Farben experimentieren.
  • Eigene Beispiele: Pro Wort drei Beispiele.
MA.3.A.1.H

Diagramme, Daten, Flächenmasse

Worum es geht

Kinder verstehen Proportionalität, Flächeninhalt, Volumen, Mittelwert, Kreisdiagramm, Säulendiagramm, Liniendiagramm, Daten, Häufigkeit, Zufall, Speicher. Sie orientieren sich an Flächenmassen (m², dm², cm², mm²) und Speichermassen (Bit, Byte, kB).

Mögliche Lernziele
  • Drei Diagramm-Typen unterscheiden
  • Flächenmasse benennen
  • Mittelwert berechnen
  • Häufigkeit erkennen
  • Speichermasse im Computer-Kontext verstehen
Typische Hürde

Welcher Diagrammtyp wann passt, ist anspruchsvoll. Mit konkreten Beispielen aus dem Alltag (Wetter = Linie, Klasse-Vergleich = Säule) klären.

Unterrichtsideen
  • Diagramm-Werkstatt: Daten als 3 Diagrammtypen darstellen.
  • Klassen-Statistik: Lieblings-Frucht als Säulendiagramm.
  • Mittelwert-Spiel: Notenmittel berechnen.
  • Speicher-Forschung: Was bedeutet GB auf dem Tablet?
  • Flächen-Plakate: Pro Flächenmass ein Plakat.

MA.3.A.1 mit Lernland üben

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Quelle und rechtlicher Hinweis

Inhalte auf dieser Seite zur Kompetenz MA.3.A.1 sind eine eigenständige didaktische Aufbereitung von Lukas Lutz (Schulischer Heilpädagoge, St. Gallen). Sie sind kein Originalwortlaut des Lehrplans 21. Der verbindliche Originaltext liegt bei der D-EDK und bei der Bildungsdirektion des jeweiligen Kantons.

© Lehrplan 21, D-EDK / Bildungsdirektion Kanton Zürich. Die Kompetenz-Codes wie MA.3.A.1 sind neutrale Identifikatoren und werden als Referenz verwendet.

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